Für das Beibehalten beider Fahrbahnen der Kronenstraße

Die FDP Kempten fordert Vernunft und Maß bei der Diskussion um die Kronenstraße

Derzeit wird im Kemptener Stadtrat hitzig diskutiert, wie mit der Kronenstraße im Herzen Kemptens am Rathausplatz verfahren werden soll. Während die Grünen die Straße für Autos vollständig sperren lassen wollen, wird anderswo der Schrei nach einer Einbahnstraße laut.

Die FDP Kempten hingegen ist der Ansicht, dass vor einem solch drastischen Schritt keine Maßnahmen außer Acht gelassen werden dürfen, um dies zu verhindern.

Die Kronenstraße wird derzeit mit knapp 5000 Autos am Tag befahren – würde man diese Straße nun für Autos vollständig sperren, würden die Salzstraße sowie die Illerstraße zusätzlich enorm belastet werden. Diese beiden Straßen jedoch sind, vor allem in den Stoßzeiten, bereits extrem voll und wären somit wahrscheinlich vom Verkehrsaufkommen überfordert. Zudem bleibt höchst fraglich, ob bei einer kontinuierlichen Umfahrung der Kronenstraße die CO² Emissionen tatsächlich gesenkt werden.

„Für die Unternehmen in der Kronenstraße würde selbst eine Einbahnstraße große finanzielle Einbußen bedeuten. Die Geschäfte sind auf die Kundschaft, die kurz parken, um ihre Erledigungen zu besorgen, angewiesen,“ So FDP Kempten Vorsitzender Dominik Spitzer.

Zudem verführen Einbahnstraßen ohne das notwendige Achten auf den Gegenverkehr sogar zu schnellem Fahren, was wiederum den Lärm und die Abgase erhöhen- und für die Fußgänger zusätzlich eine Gefahr darstellen würde.“ fügt Michael Dietz hinzu.

Die FDP Kempten hingegen fordert eine vernünftige Lösung, von der alle Beteiligten profitieren:

Da die Kronenstraße prinzipiell ausreichend Platz für zwei Fahrbahnen bietet, sollten dies auch erhalten bleiben. Auf der einen Seite sollen daher im Sinne der anliegenden Geschäfte ausgewiesene Kurzzeitparkplätze entstehen. Auf der anderen Seite soll im Gegenzug ein absolutes Halteverbot eingeführt werden, welches notwendigerweise auch intensiv kontrolliert werden muss, um ausreichend Platz, vor allem für Rettungseinsätze, zu gewährleisten.

Wir sind sehr gut im Vergrämen von Autos in der Innenstadt, nur bei den tatsächlichen Krähen gelingt uns dies nicht. Während andere Fraktionen immer gleich drastische Maßnahmen fordern, suchen wir nach einer Kompromisslösung für alle!“ So Ulli Kremser abschließend.


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