FDP sagt dem Leerstand in Kempten den Kampf an

FDP: Maßnahmen gegen Leerstände

Liberale legen Bestandsaufnahme, Bewertung und Gesamtkonzept zur Leerstandsminderung vor

 

Welches Ausmaß haben die Leerstände in der Kemptener Innenstadt? Wo liegen die Ursachen? Was ist zu tun, Leerstände zu bekämpfen oder die Leerstandszeiten zu verkürzen? Diese und weitere Fragen stellte sich eine 7-köpfige Arbeitsgruppe des FDP-Kreisverbandes Kempten. „Seit März führen wir Stadtbegehungen durch, sprechen mit Pächtern und Vertretern der Immobilienwirtschaft und präsentieren im Ergebnis ein umfangreiches Konzept der Leerstandbekämpfung“, argumentiert Dr. Michael Büssemaker, Leiter der Arbeitsgruppe.

In der 2,5 km langen Achse „Bahnhofstraße, Fischerstraße, Gerberstraße und Bäckerstraße“ registrierte die FDP 42 sichtbare Leerstände in den Erdgeschossebenen. Frank Häring, FDP-Kreisvorsitzender: „Die leerstehenden Geschäftsräume konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: Gerberstraße und beidseitige Baugebiete, Bereich Busbahnhof (ZUM) / Fischerstraße sowie Bäckerstraße, Nähe Burgstraße“.

„Ein Leerstand in den Dimensionen hat Auswirkungen auf das Stadtbild Kemptens und ist nicht mit kleinen Einzelaktionen abzubauen. Das von der FDP entwickelte Gesamtkonzept basiert auf vier Säulen“, so Michael Dietz und Andreas Dünnebier. Dabei konzentrieren sich die Liberalen zunächst auf einen abgegrenzten Bereich der Gerberstraße.

Eine Säule beinhaltet einen Zuschuss der Stadt Kempten als freiwillige Leistung, den künftigen Pächtern mit Verträgen von mindestens drei Jahren den Beginn zu erleichtern; dies als Investitionshilfe oder Starthilfe. Bestandteil ist auch eine Gebührenreduzierung für Beanspruchung öffentlicher Flächen.

Die zweite Säule beinhaltet Maßnahmen, die Gestaltarmut der Gerberstraße abzubauen: Begrünung, Gestaltung der Kreuzung Geberstraße / Kronenstraße, Parkplätze zum Be- und Entladen, Behindertenparkplatz, Spielbereiche für Kinder, Bücherboxen und eine Litfasssäule.

Die dritte Säule soll nach Meinung der Liberalen eine Service-Leistung der Stadt und des City – Managements sein: Ein Erhebungsbogen je Leerstand, der alle Gebäudedaten und alle Behördenforderungen für den mögliche Umbau und für Nutzungsänderungen bündelt.

In der vierten Säule empfiehlt die FDP, die Gerberstraße bei Stadtfesten, Weihnachtsmärkten und durch Sonderveranstaltungen in das Erlebniskonzept konsequent einzubeziehen.

Tenor der Liberalen: „Erfolgreiche Leerstandverringerung ist nur dann gegeben, wenn alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen“. In Absprache mit Stadträten Ullrich Kremser und Dr. Dominik Spitzer wird die FDP das Maßnahmenpaket auf den Weg bringen, Gespräche mit der Verwaltung, dem City-Management und den im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften anbieten.


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